Hohe Strompreise und keine Handhabe für den Staat, dagegen und gegen Stromkonzerne vorzugehen. Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) sieht derzeit keine Handhabe für den Staat, gegen hohe Strompreise vorzugehen. Das berichtete die Zeitung DIE ZEIT ONLINE. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte Posch, dass der Staat, sprich in diesem Fall die Kartelbehörden, erst dann gegen die steigenden Strompreisen und Stromkonzerne tätig werden könnten, wenn die Stromkunden keine Möglichkeit hätten, ihren Stromanbieter zu wechseln und wenn es keinen Wettbewerb auf dem Strommarkt gegeben hätte oder wenn die Stromkonzerne ihre markbeherrschenden Stellung missbracht hätten.
Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Verbraucher und Stromkunden die Möglichkeit, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln, leider noch zu wenig genutzt haben.MDer Grund für hohe Strompreise, trotz sinkenden Großhandelspreise sei, dass viele Stadtwerke in der Vergangenheit grössere Strommengen und zu höheren Großhandelspreisen gekauft hätten und jetzt trotz sinkenden Großhandelspreise für Strom, ihren Strom nicht günstiger verkaufen könnten.
Ob es keinen Mißbrauch der Marktbeherrscheden Stellung der grossen Stromkonzerne droht, dürfte von den Verbrauchern und Stromkunden, die immer höhere und Rekordpreise für ihren Stromverbrauch zahlen, bezweifelt werden. In einem Punkt behält der hessischer Wirtschaftsminister doch sicherlich Recht, wenn er auf die mangelnde Bereitschaft der Verbraucher hinweist, ihren teueren Stromversorger zu verlassen und zu einem günstigeren Stomanbieter zu wechseln. Weiterlesen →
